Politische Führer unterstützen zur FIFA Fußball-WM 2010 gemeinsam mit Fußballern und Fans die weltweite Bildungskampagne 1GOAL (06/10/2009)
Staats- und Regierungschefs aus aller Welt schließen sich heute Fußballspielern, Fans und FIFA-Präsident Sepp Blatter an und unterstützen anlässlich der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika die Kampagne 1GOAL, die allen Kindern weltweit den Schulbesuch ermöglichen soll.
Die von Jordaniens Königin Rania mitbegründete Kampagne 1GOAL will Bildung zum bleibenden Vermächtnis der ersten in Afrika ausgetragenen Fußballweltmeisterschaft machen. Per Satellitenschaltung wollen die Staats- und Regierungschefs Großbritanniens, Südafrikas, Spaniens und der Niederlande heute live unterstreichen, wie wichtig es ist, Bildung für alle zu verwirklichen.
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, US-Außenministerin Hillary Clinton und der Präsident Ghanas, John Atta Mills, brachten in vorab aufgezeichneten Erkärungen ihre Unterstützung für die Kampagne zum Ausdruck.
Durch eine Unterschriftenaktion will die 1GOAL-Kampagne Millionen von Unterstützern für das Ziel gewinnen, dass weltweit 75 Millionen Kindern, die heute nicht zur Schule gehen, der Schulbesuch ermöglicht wird. Dazu werden folgende Forderungen erhoben:
- Die Regierungen sollen mehr Entwicklungshilfe für Bildung bereitstellen – 7 Milliarden US-Dollar werden zusätzlich benötigt – und ihre bisherigen Zusagen einhalten,
- es muss mehr investiert werden für mehr Lehrer, mehr Schulbücher und mehr Schulen in den Entwicklungsländern,
- die Millionen von Menschen in den Entwicklungsländern, die die FIFA-Fußball-WM 2010 verfolgen, sollen wissen, wie wichtig es ist, dass sie ihre Kinder zur Schule schicken.
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon erklärte: „Es freut mich, heute die 1GOAL-Kampagne von FIFA und Fußballspielern überall in der Welt zu unterzeichnen. Ich rufe die politischen Führer und die Menschen in aller Welt auf, mir zu folgen und sich der 1GOAL-Kampagne anzuschließen. Mit Ihrer Unterstützung werden die Millenniumsentwicklungsziele die wichtigsten Treffer sein, die bei der Fußball-WM 2010 erzielt werden.“
Der britische Premierminister Gordon Brown sprach sich ebenfalls für die Kampagne aus: „Es ist ungeheuerlich, dass 35 Millionen afrikanische Kinder keine Grundschulbildung erhalten. Das zu beenden, wäre eine unglaubliche Leistung. Deshalb begrüße ich es, dass die politischen Führer der Welt, einige der besten Fußballspieler der Welt und ganz normale Bürger aus allen Kontinenten gemeinsam hinter der Kampagne 1GOAL stehen.“
Lesen Sie das Schreiben der Staats- und Regierungschefs, die sich heute der Kampagne „1GOAL – Bildung für alle“ als Unterstützer angeschlossen haben [PDF, 8,61 KB, neues Fenster]
Schließen Sie sich 1GOAL an unter www.join1goal.org und verfolgen Sie die Entwicklung der Kampagne unter www.twitter.com/join1goal.
Notes for Editors
Hintergrundinformationen:
Bis zum Millenniumsentwicklungsgipfel im September 2010 will die Kampagne 1GOAL dafür sorgen, dass das Thema Bildung bei wichtigen internationalen Treffen hoch oben auf der Tagesordnung steht. Während der Weltmeisterschaft treten EU, G8 und G20 zusammen. Die Kampagne möchte erreichen, dass Zusagen dafür gegeben werden, die Finanzmittel für Bildung zu erhöhen, mehr in die Lehrerausbildung zu investieren und Wege zu finden, um Bildungsprogramme auch in schwer erreichbaren Communities zu verbreiten. 1GOAL will die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 nutzen, um Fußballfans und andere davon zu überzeugen, wie wichtig es ist, dass Kinder in die Schule gehen.
Kindern eine Schulbildung zu geben hat sich als gutes Mittel erwiesen, das Ländern dabei hilft, ihr Potenzial zu verwirklichen. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Schulbesuch von Mädchen zu den besten Investitionen gehört, die ein Land tätigen kann. Mädchen, die zur Schule gegangen sind, lassen ihre Kinder mit einer um 50% höheren Wahrscheinlichkeit impfen, und ihre Kinder haben eine mehr als doppelt so hohe Chance, das kritische Alter von 5 Jahren zu erreichen.
1GOAL baut auf der Kampagne „Class of 2015“ auf, die im September 2007 von den Vereinten Nationen initiiert wurde, um bis 2015 zu erreichen, dass jedes Kind zur Schule geht.