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  • 04:22 25 Nov 2009

„Ein globales Klimaschutzabkommen ist möglich“ (05/09/2009)

Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und Lord Hunt

Bei seinem Besuch in Nordrhein-Westfalen hat der britische Staatsminister für Energie und Klimaschutz davor gewarnt, angesichts der schwierigen Verhandlungen im Vorfeld der Kopenhagener Konferenz in Pessimismus zu verfallen. Im Gespräch mit dem Handelsblatt definierte Lord Hunt die Kriterien für einen erfolgreichen Abschluss: Die Entwicklungs- und Schwellenländer müssten ein Abkommen vorbehaltlos unterstützen und es müsse glaubwürdige Reduktionsziele für den CO2-Ausstoß enthalten. Weltweit wachse das Bewusstsein für die katastrophalen Folgen des Klimawandels, so der Minister. Dadurch werde sich die Bereitschaft aller Beteiligten erhöhen, einen Kompromiss zu finden.

Wie der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft gelingen kann, stand im Mittelpunkt der anschließenden Treffen mit den Vorstandschefs von E.ON und RWE sowie der Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Christa Thoben. Die beiden Minister diskutierten über neue Kraftwerkstechnologien, insbesondere die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff, und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Außerdem sprachen sie über die Chancen für nordrhein-westfälische Energieunternehmen auf dem britischen Markt.

Sowohl E.ON wie RWE sind bereits wichtige Investoren in Großbritannien und engagieren sich unter anderem bei der Errichtung von Offshore-Windfarmen. Lord Hunt bekräfigte die zentrale Bedeutung der Windenergie für die britische Klimaschutzstrategie. Nur mit einem massiven Ausbau sei das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, den Anteil der erneuerbaren Energien am britischen Energiemix bis 2020 auf 30% zu steigern.

Zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs in Deutschland besichtigte der Minister ein Biomasse-Heizkraftwerk von Evonik im rheinland-pfälzischen Neuwied. Die Anlage liefert Strom, Wärme und Dampf auf Basis erneuerbarer Energien (Rest- und Altholz). Das Unternehmen plant, seine Aktivitäten auf diesem Gebiet in Großbritannien in den nächsten Jahren nach und nach auszuweiten.

Notes for Editors

 

Weitere Informationen:

Department for Energy and Climate Change

Act on Copenhagen

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