Die Olympischen Sommerspiele 2012 finden vom 27. Juli bis 12. August 2012 in London statt, die Paralympics vom 29. August bis 9. September des gleichen Jahres.
2003 hatten sich neun Städte um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2012 beworben. Nach einer gründlichen Sichtung der Bewerbungen durch das Internationale Olympische Komitee (IOK) blieben fünf Städte - London, Madrid, Moskau, New York und Paris - übrig. Obwohl Madrid und Paris als hohe Favoriten galten, wurde 2005 bekannt gegeben, dass London mit knappem Vorsprung vor Paris den Wettbewerb gewonnen hat und die Olympischen Spiele 2012 ausrichten wird.
Das war ein großer Sieg für London, das damit die erste Stadt der Welt ist, der die Olympischen Spiele drei Mal zugesprochen wurden. Die Paralympics 2012 sind die 14. Olympischen Spiele für körperlich und geistig behinderte Athleten.
Seit London die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2012 zugesprochen wurde, ist schon eine Menge getan worden, damit die Spiele in London zu einem großartigen sportlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignis werden.
Natürlich tragen viele Organisationen zum Gelingen der Spiele in London bei, doch die drei wichtigsten sind:
Die Gesamtkosten der Spiele werden auf mehr als 9 Milliarden GBP geschätzt. Der Bau der Wettkampfstätten und der notwendigen Infrastruktureinrichtungen wird in der Hauptsache aus öffentlichen Mitteln, das heißt aus Steuergeldern, finanziert. Die Spiele selbst werden zum größten Teil von der Privatwirtschaft bezahlt.
London wird umfassend umgestaltet, um Gastgeber der Olympischen Spiele sein zu können. Neue und alte, historische und moderne Gebäude und Komplexe werden als olympische Sportstätten genutzt werden. Großlondon wird in drei Zonen aufgeteilt:
Einige Wettkämpfe, wie zum Beispiel die Ruder- und Segelwettbewerbe, werden außerhalb Londons stattfinden. Sie werden bei Weymouth in Dorset an der englischen Südküste abgehalten.
Londons öffentliches Verkehrsnetz ist zwar schon gut entwickelt, aber noch mehr wird getan, um sicherzustellen, dass die Gäste rechtzeitig und einigermaßen bequem zu den Wettkampfstätten gelangen. Die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs in London wird durch die Erweiterung der U-Bahnlinie "East London" verstärkt. Auch die Stadtbahn "Dockland Light Railways (DLR)" wird modernisiert.
Des weiteren ist geplant, einen Pendelverkehr mit einem Schnellzug - Olympic Javelin genannt - zwischen dem Bahnhof St. Pancras, wo auch der EuroStar abfährt bzw. endet, und dem Olympia-Park einzurichten. Entlang der Autobahn M25 - der Ringautobahn von Großlondon - werden Park-and-ride-Parkplätze eingerichtet werden. Für den Weitertransport werden Fahrzeuge mit niedrigem CO2-Ausstoß eingesetzt werden.
Zu den wichtigsten Partnern, die die Verkehrsinfrastruktur aufbauen, gehören das Unternehmen Transport for London, das Verkehrsministerium und das Autobahnamt Highways Agency.
Das offizielle Logo für Olympia 2012 wurde von der britischen Markenagentur Wolff Olins entworfen und im Juni 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Logo - erhältlich in unterschiedlichen Farben - repräsentiert zum ersten Mal sowohl die Olympischen Spiele als auch die Paralympics.
London 2012 will nach umweltfreundlichen Aspekten nachhaltige Olympische Spiele präsentieren. Im Januar 2007 wurde die "Commission for a Sustainable London 2012" ins Leben gerufen, die dafür sorgen soll, dass diese Olympischen Spiele die bisher nachhaltigsten Spiele werden. Zu den wichtigsten Zielen gehören:
26 Sportarten - vom Bogenschießen bis zur Leichtathletik - stehen auf dem Olympia-Programm. Das Programm der Paralympics umfasst 21 Disziplinen. Einige - darunter Fußball mit Mannschaften von je fünf Spielern und Tennis für Rollstuhlfahrer - finden im Olympia-Park statt. Mehr über die verschiedenen Sportwettkämpfe finden Sie auf der Website der Olympischen und Paralympischen Spiele.